Mikrobiologische Therapie durch Probiotika und Autovaccine

Mittels Mikrobiologischer Therapie (Symbioselenkung) wird das bakterielle Gleichgewicht im Darm wiederhergestellt und ein gesundes Darmmilieu aufgebaut (Darmsanierung).

Dies geschieht durch Gabe von Probiotika. Diese enthalten Bakterien, die dem Darm nutzen und die bei einer Dysbiose vermindert vorhanden sind.
Die so aufgenommenen Bakterien reichern sich im Darm an und vermehren sich, so dass nach und nach wieder ein normales, das heißt gesundes Darmmilieu entsteht.

Probiotika können präventiv, also vorsorglich eingesetzt werden:

  • zur Verstärkung der Barrierefunktion der Darmschleimhaut und damit dem Schutz vor Umweltgiften
  • zum Schutz vor Autoimmunerkrankungen, wie zum Beispiel Nahrungsintoleranzen
  • zum Schutz vor vaginalen Candida-Infektionen und bakteriellen Infektionen im Genitalbereich
  • Zur Vorbeugung von Neurodermitis (auch bei Neugeborenen)

Ein therapeutischer Nutzen besteht unter anderem bei folgenden Erkrankungen:

  • Allergien und Nahrungsunverträglichkeiten Reizdarm-Syndrom
  • chronisch rezidivierenden Harnwegsentzündungen
  • Nebenwirkungen oraler Antibiotika
  • Und vielen anderen

 
Probiotika können als Bestandteil eines Lebensmittels und als Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Da viele probiotische Bakterien den Darm nicht dauerhaft besiedeln können, sollte eine regelmäßige Zufuhr erfolgen.

Autovaccinen

Autovaccinen sind Individualarzneimittel, die in einem Speziallabor aus körpereigenen Bakterien, zum Beispiel aus dem Stuhl, Urin oder Vaginalsekret hergestellt werden. Die Bakterien werden beim Herstellungsprozess abgetötet und die gesamte Arznei ist nach Fertigstellung steril. Als wirksamer Bestandteil verbleiben in der Autovaccine die Oberflächenstrukturen der Bakterien.

Anwendung

Die fertige Autovaccine wird normalerweise über mehrere Wochen regelmäßig in die Haut injiziert, es gibt aber auch die Möglichkeit, sie über ein Nasenspray zuzuführen, oral einzunehmen oder in die Haut einzureiben.

Die unspezifische Autovaccine aus einer Stuhlprobe der Patientin ist die häufigste Anwendung. Der Wirkungsmechanismus beruht auf einer Stimulierung des Immunsystems.

Bei folgenden Erkrankungen kann eine unspezifische Autovaccine (E.coli Vaccine) eingesetzt werden:

  • chronische Infekte (Sinusitis, Bronchitis, Gastritis, Urogenitalinfekte)
  • Erkrankungen des allergischen Formenkreises:
    Heuschnupfen, Nahrungsmittelallergien, Neurodermitis
  • Reizdarmbeschwerden, Darmpilze
  • Chronische Entzündungsprozesse (Fibromyalgie, Arthritis)
  • Hauterkrankungen (Akne)

Es gibt darüber hinaus die Möglichkeit, bei chronisch rezidivierenden Erkrankungen mit einer spezifischen Autovaccine zu therapieren. Diese wird aus den Krankheitserregern hergestellt, die vorher für das infektiöse und entzündliche Geschehen verantwortlich waren. 

Spezifische Autovaccinen eignen sich für folgende Erkrankungen:

  • rezidivierende Candida-Infekte (Darm, Vagina)
  • chronisch rezidivierende Harnwegsinfekte

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie sich für eine Therapie mit Mikrobiologischer Medizin interessieren. Wir vereinbaren gerne einen gesonderten Beratungstermin für Sie.

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